08.02.2019 - Josef Ritler

MUBA – ade!

Nach 103 Jahren verabschiedet sich die «Grand Dame» der Schweizer Messen von ihren Besuchern. Die letzte MUBA findet bis 17. Februar statt. Der Eintritt ist frei.

Am Besucheraufmarsch ist es nicht nur gelegen, dass die Messe aller Messen in der Schweiz endgültig die Tore schliesst.  Die Besucher haben immer weniger gekauft. Das Internet hat die Kaufgewohnheiten verändert. Die Verantwortlichen haben darum beschlossen, die Messe mit zahlreichen Festivitäten würdevoll zu  verabschieden. In ihren besten Zeiten hatte die Mustermesse mehr als eine Million Besucher. Im Jahre 2018 waren es noch 124'00 Besucher.

Die MUBA schliest  am 17. Februar 2019 ihre Tore

Der Eintritt an die letzte MUBA ist frei. Wer mit einer Plakette der Basler Fasnacht an die muba kommt, kann sich einen Gratis-Kaffee und eine Zimtschnecke im IKEA-Restaurant abholen. Darüber hinaus gibt es beim MUBA-Nostalgiequiz täglich einen Wertgutschein über 1000 Franken zu gewinnen.

In der Degustation sorgen die Macher des Tattoo Basel für musikalische Highlights. Neben den fetzigen Rhythmen verschiedener Formationen werden die Besucher auch mit traditionellen Klängen wie Jodel und Alphorn unterhalten.

Freuen darf man sich auf das lebendige Brauchtum und Handwerk der Gastregion Appenzell und auf vertiefte Einblicke in die Kultur des Gastlands Japan.


Der Gastkanton Appenzell präsentiert sich an der MUBA

De Appenzeller haben einiges zu bieten wie «Appenzeller Bier», «Bischofberger Biber», «AppenzellerAlpenbitter» und «Appenzeller Käse». Das zweite grosse Thema ist das lebendige Brauchtum und Handwerk. Dabei kann man nicht  nur verschiedenen Handwerkern über die Schulter schauen, sondern selber auch einmal versuchen, einen Fünfliber im Talerbecken zu schwingen. An allen Tagen wird eine Appenzeller Musikformation oder ein Hackbrettspieler für musikalische Unterhaltung sorgen.

Das Gastland Japan beleuchtet verschiedene Aspekte des Landes wie Ästhetik, Gartenbau, Architektur und Kunst. Die Besucher finden sich in einem Quartier der Kaiserstadt Kyoto wieder. Inspiriert sind die aufgebauten Häuschen von Drucken des Künstlers Hiroshige.

In einem Pavillon taucht man ein in die bewegende Geschichte des Landes. Hier befinden sich Nios-Wächterfiguren, welche üblicherweise an den Eingängen von Tempeln zu finden sind. Und in einem solchen Tempel beherbergt die Ausstellung eine Budda-Statue aus Lavastein.

Ansteckende Marktatmosphäre

Die Marktstände fehlen auch nicht. An den kunterbunten Genussständen kann man sich bei gemütlichem Zusammensein mit guten Wein, im Jägerbeizli mit Wildwürsten und Chrisiholzbrättli verköstigen.

Es gibt auch Whiskey aus dem Baselbiet, General Sutter Kirsch und Chrisisaft.

Essen und trinken an den beliebten Marktständen

In der Erlebniswelt für Kinder und Jugendliche kann man auf spielerische Weise das Interesse für Technik und Naturwissenschaften erforschen und an einem anderen Stand die Entstehung einer echten Basler Fasnachts-«Ladäärne» miterleben. Es gibt Einblicke in die verschiedenen Maltechniken und zeigt, wie ein solches traditionelles Kunstwerk entsteht.

Auch die Tierwelt kommt an der MUBA vor. Es wird gezeigt, wie Insekten und Echsen jagen um zu überleben. Und wie sie leben. Nach neuesten Studien sind 80 Prozent der Insekten in Europa und weltweit in den letzten Jahren verschwunden.

Eine MUBA in dieser Form wird es nicht mehr geben. Hingegen prüft man, im Jahre 2020 eine Messe unter anderem Namen und einem anderen Messeformat hervorzubringen.

Fotos: MUBA

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